Sollen freie Schulen kaputt gespart werden?

http://www.nordkurier.de/templin/sollen-freie-schulen-kaputt-gespart-werden-2211882812.html


22.12.2014


An der Aktiven Naturschule in Templin reagiert man verständnislos auf ein Urteil des brandenburgischen Verfassungsgerichts.

Viele Wünsche, nicht nur zu Weihnachten, sind für die Aktive Naturschule und ihre Schulleiterin Birgit Bader bislang unerfüllt geblieben.
Birgit Bruck Viele Wünsche, nicht nur zu Weihnachten, sind für die Aktive Naturschule und ihre Schulleiterin Birgit Bader bislang unerfüllt geblieben.

Nach diesem Urteil ist die seit 2012 praktizierte Kürzung der Zuschüsse für freie Schulen im Land rechtmäßig. Durch die Veränderung einer Berechnungsgrundlage erhalten diese Schulen jährlich mehr als 13 Millionen Euro weniger. „Ich habe das Gefühl, wir sollen kaputt gespart werden“, sagt Birgit Bader, Leiterin der Aktiven Naturschule Templin. Mit dieser Entscheidung gefährde man die Vielfalt der Bildungsangebote im ländlichen Raum. Statt dessen scheine man in Potsdam die freien Schulen vor allem als unliebsame Konkurrenz zu staatlichen Grundschulen zu sehen.
Eltern an freien Schulen, so Birgit Bader,  würden vierfach zahlen: Steuern, die in die allgemeine Schulbildung fließen und Schulgeld für die individuelle Schulbildung ihrer Kinder. Nach der Kürzung der Zuschüsse hatte auch die Aktive Naturschule das Schulgeld erhöhen müssen. Außerdem leisten die Eltern ehrenamtliche Arbeit für den Betrieb der Schule, in Templin sind es mindestens 16 Arbeitsstunden im Jahr, und sammeln und zahlen außerdem noch Spenden. Die Angestellten würden geringere Gehälter als an staatlichen Schulen erhalten und ebenfalls ehrenamtliche Arbeit leisten. An der Aktiven Naturschule lernen derzeit 70 Kinder in der Grundschule, neun in der in diesem Schuljahr gestarteten siebenten Klasse der Gesamtschule.

Verfassungsgericht: Kürzung der Zuschüsse für freie Schulen in Brandenburg zulässig

Es bleibt dabei: Eltern an freien Schulen bezahlen nicht nur Steuern für die allgemeine Schulbildung und Schulgeld für die individuelle Schulbildung ihrer Kinder, sondern leisten noch ehrenamtliche Arbeit für den Betrieb der Schule und sammeln außerdem noch Spenden!!! Die Angestellten erhalten geringere Gehälter und leisten auch noch ehrenamtliche Arbeit. Das alles nennt der Präsident des Verfassungsgericht, Jes Möller, in der Urteilsbegründung „eine angemessene finanzielle Eigenleistung“.

Verfassungsgericht: Kürzung der Zuschüsse für freie Schulen in Brandenburg zulässig

12. Dezember 2014

POTSDAM. Durch die Neuregelung der staatlichen Zuschüsse müssen die freien Schulen in Brandenburg Kürzungen von insgesamt 13,2 Millionen Euro hinnehmen. Zurecht, wie jetzt das Verfassungsgericht entschied, anders als in anderen Bundesländern, wo die Regelungen überarbeitet werden mussten. Die einzelne Schule genieße keinen Bestandsschutz. Schulminister Günter Baaske gibt sich erleichtert.

Freie Schulen in Brandenburg müssen die Kürzung von staatlichen Zuschüssen hinnehmen. Das Verfassungsgericht hat am Freitag eine Neuregelung der rot-roten Landesregierung zum Schuljahr 2012/13 für verfassungsgemäß erklärt. Der jeweilige Schulträger habe eine angemessene finanzielle Eigenleistung zu tragen, betonte der Präsident des Verfassungsgericht, Jes Möller, in der Urteilsbegründung. «Die einzelne Schule oder ihr Träger genießen keinen Bestandsschutz», sagte Möller. Weder aus dem Grundgesetz noch aus der Landesverfassung ergebe sich ein Anspruch auf eine individuelle Förderung.

Nach der „krachenden Niederlage“ vor Gericht heißt es für einzelne freie Schulen in Brandenburg mit spitzem Bleistift zu rechnen. Foto: GG-Berlin / pixelio.de

Nach der „krachenden Niederlage“ vor Gericht heißt es für einzelne freie Schulen in Brandenburg mit spitzem Bleistift zu rechnen. Foto: GG-Berlin / pixelio.de

Die Kläger – inzwischen teils frühere – Abgeordnete von CDU, Grünen und FDP, zeigten sich enttäuscht von der Entscheidung. «Das ist eine krachende Niederlage», sagte die Grünen-Politikerin Marie Luise von Halem. «Politisch bleibt die Forderung im Raum, dass freie Schulen ausreichend finanziert werden», betonte Henryk Wichmann von der CDU.
«Freie Schulen haben in nicht unerheblichen Maße Lücken geschlossen, die durch die Schließung öffentlich getragener Schulen entstanden sind», meinte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen im Land Brandenburg, Irene Petrovic-Wettstädt.
Bildungsminister Günter Baaske (SPD) – erst seit wenigen Wochen Chef des Ressorts – begrüßte das Urteil: «Ich bin sehr erleichtert, dass wir ein Gesetz haben, das gilt.» Brandenburg verfüge über zahlreiche freie Schulen – auch in entlegenen Regionen. Deren Unterstützung sei noch immer groß und er wolle mit den Verantwortlichen im Gespräch bleiben, so der Minister.
Aufgrund des neuen Berechnungsverfahrens erhalten Schulen in freier Trägerschaft in Brandenburg insgesamt rund 13,2 Millionen Euro weniger vom Land. Schulen und Eltern sehen die Existenz der Einrichtungen dadurch bedroht – vor allem in der Fläche. Dafür gibt es nach Ansicht der Richter keine Anhaltspunkte. Die Anzahl der freien Schulen sei in diesem Jahr vielmehr leicht gestiegen, so Möller.
Laut Bildungsministerium gibt es derzeit landesweit 170 Schulen in freier Trägerschaft – das sind 60 mehr als im Schuljahr 2004/05. Etwa 28 000 der insgesamt rund 267 750 Kinder und Jugendlichen besuchen eine solche Schule.
Auch in Sachsen und Thüringen hatten freie Schulen vor Gericht um eine bessere finanzielle Unterstützung gekämpft. Dort hatten die Gerichte entschieden, dass die Finanzierungsmodelle überarbeitet werden müssen. (Marion van der Kraats, dpa)

Unser Nikolauskonzert

war ein tolles Ereignis zum Feiern des 20jährigen Bestehens unseres Vereins und zur Eröffnung unserer Gesamtschule. Da die Gesamtschule mindestens bis August 2016 noch ohne finanzielle Unterstützung des Brandenburger Bildungsministeriums auskommen muss, hoffen wir auf weitere Spenden in Form von Bildungsaktien oder Sachspenden.

Hier hingen Wünsche für Sachspenden am Baum.


Unser Sechstklässler Felix Gröger und seine Prenzlauer Partnerin spielten ihre Konzertstücke vom Bechstein-Konzert in Berlin vor.


Der Templiner Kantoreichor gab sich die Ehre und ließ uns in einem Kanon mitsingen.

Prenzlauer Eltern, BegleiterInnen und Kinder spielten, sangen und regten zum Tanzen an.

Die Chips aus Prenzlau – ein letzter Höhepunkt an einem wunderbaren Abend, mit unseren Ehemaligen Fanny und Lotta, auf die wir Templiner ganz stolz sind.


Herzlichen Dank!

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die mit ihrer Spende den Aufbau der Gesamtschule unterstützen:

  • Uckermärkische Kulturagentur
  • Doris Beckmann
  • Familie Weising
  • Märkisches Landbrot
  • Bücher-Karger
  • Anne-Katrin Liebe und Florian Kukulka 
  • Katrin Zinnow
  • Marina Gansauge und Olaf Zöllig
  • Ingrid und Heinz Zöllig
  • Nicole Riedel und Thomas Krohn
  • Bau Mensch Natur, Falko Martens und Grit Jänisch-Martens
  • Uckermark Jagd, Jan Genschow
  • Franz-Christoph Michel
  • Eckhard Brüning
  • Harriet-Simone Roll
  • Thomas Schubert
  • Annerose Riedel
  • Barbara Fischer
  • Familie Phillips
  • Christian Hartphiel
  • DIE WATTENBEKER GmbH
  • Grafe Bau GmbH
  • BELELECTRIC GmbH
  • Anke Walter
  • Multikulturelles Zentrum
  • PCK Raffinerie GmbH
  • Marian Sturm
  • Dr. A. Möwius
  • Detlef Tabbert
  • Renate und Werner Sturm
  • Hans-Jürgen-Kuhn
  • Bosig Baukunststoffe GmbH
  • Volker Gröger

Einweihungsfeier

Die Einweihungsfeier hat uns Gelegenheit gegeben, den Eltern, den am Bau beteiligten Firmen und den Spendern Danke zu sagen und gemeinsam zu feiern. Hier sind einige Eindrücke, wie so oft von Tom Schweers.

Während einige Kinder die Lernräume aufräumten und Regale wischten, putzten andere Fenster im Souterrain.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Frau Heise und Herr Saborosch aus der Stadtverwaltung kamen zur 11 Uhr-Führung und brachten Blumen für unsere Bienen-Beete.

Die Nachmittagsführung war sehr gut besucht!

Lina eröffnete die Feier in derTurnhalle.

Gut, dass wir eine Turnhalle haben!

Koordinatorin Katrin Sturm gab einen Rückblick über die Jahre seit der Gründung von Waldkindergarten und Grundschule.

Vorstandsmitglied Ingrid Neunhöfer berichtete über Umbau und Renovierung.

Schulleiterin Birgit Bader berichtete über den Stand der Bildungsaktien-Aktion und

dankte auch allen Spendern.

Unser Discjockey, der uns bis zum frühen Morgen mit Musik unterhielt.

Die Prenzlauer schenkten uns zwei Sitzbänke zum Ausruhen. Danke!

Auch die Lokalpresse fand die Bänkchen interessant.

Uraufführung: der in vielen Monaten gedichtete und komponierte Schul-Song.

Unsere Koordinatorin in Sektlaune – verdientermaßen!

Wie immer ein tolles Buffet!

Katharina Räthel, Gastwirtin und Mutter, versorgte uns mit super leckerem Schwein einer vegetarischen Suppe.

FÖJlre Jonathan beeindruckte mit seiner Feuershow Kinder und Erwachsene.


Einweihungsfest am Freitag, den 9. Mai

Unser Einweihungsfest für den neuen Standort findet am 9.5.14 (Freitag) ab 18.00 Uhr statt. Hier feiern wir gemeinsam mit allen Eltern und Unterstützern das Ankommen an unserem neuen Standort. Vormittags finden Führungen durch die Schule und den Kindergarten für am Bau beteiligte Firmen und Spender statt.

Frühlingsfest am 12. April

Am Samstag, den 12.4.14 wird ab 14 Uhr auf Initiative der Arbeitsgruppe Sekundarstufe ein Frühlingsfest – als Benefizveranstaltung für unsere Gesamtschule, die ab Sommer 2014 starten soll – stattfinden. Geplant ist ein Basar, eine Versteigerung sowie das Theaterstück der Klasse 4-6.

Benefizkonzert ist Startschuss zum Spendensammeln

Eine musikalische Weitreise des Preußischen Kammerorchesters bildete den Startschuss zum Spendensammeln für die Gesamtschule. Für die neue Schule, die im August eröffnen soll, müssen zwei Jahre Wartefrist vorfinanziert werden, bevor das Land Brandenburg ab dem dritten Jahr die Kosten mitträgt.
Den Fernsehbeitrag des Uckermark TV finden Sie hier.

 

Gesamtschul-Koordinator Holger Wiechmann begrüßt das Orchester und die Gäste.  
(Foto: Tom Schweers)

Vorstandsmitglied Falko Martens und Schulleiterin Birgit Bader stellen die Bildungsaktie vor – eine symbolische Aktie zur Unterstützung der Bildung in der neuen Gesamtschule. (Foto: Tom Schweers)

Nicole Riedel und die Unternehmerin Simone Roll erhalten die ersten Bildungsaktien für ihre großzügige Spenden. (Foto: Tom Schweers)

Violinistin und Konzertmeisterin Aiko Ogata nimmt die Besucher mit auf eine Weltreise. 
(Foto: Tom Schweers)

(Foto: Tom Schweers)
(Foto: Tom Schweers)

(Foto: Tom Schweers)

(Foto: Tom Schweers)

(Foto: Tom Schweers)

Eintritt bei Austritt – dank der Uckermärkischen Kulturagentur gehen die Gelder an die Aktive Naturschule Templin (Foto: Tom Schweers)

Grit Jänisch-Martens und Falko Martens erläutern die Möglichkeit, durch den Erwerb einer Bildungsaktie die Gesamtschule finanziell zu unterstützen. (Foto: Tom Schweers)

Das Logo des Trägervereins Freie Schule Prenzlau als Kuchendekoration (Foto: Tom Schweers)

(Foto: Tom Schweers)

Wir sagen Danke! Die beim Austritt eingesammelten Spenden betragen 1.444 € und 11 Cent. Dieser Betrag wird von einer Stiftung verdoppelt!